soventec Partner in EMECK - Entwicklung eines Multi-Entitäten-Chips mit mobilem Messsystem für die minimal-invasive Krebsfrüherkennung

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Pressemitteilung 31.05.2021

soventec GmbH, CAMPTON Diagnostics GmbH und die Universität zu Lübeck starten ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Entwicklung eines neuartigen, mobilen Messsystems für die Krebsfrüherkennung speziell für Pankreas-, Darm- und Lungenkrebs. Dieses Messsystem wird erstmals in der Lage sein, mehrere Biomarker (Multiplex-Ansatz) in Kombination mit einer KI-basierten Auswertestrategie zu evaluieren, um so eine differenzierte und eindeutige Krebsfrüherkennung mit hoher Sensitivität und Spezifität durchzuführen.

Das Projekt vereinigt die Expertise der Universität zu Lübeck in den Bereichen des Biobankings und der sensitiven Biomarker-Detektion, der CAMPTON Diagnostics im Bereich der Biochiptechnologie sowie der soventec in der Entwicklung der Software und KI-basierten Auswertemodule.

„Pankreas-, Darm- und Lungenkarzinome gehören zu den weltweit häufigsten Krebsarten und weisen in der Majorität zum Zeitpunkt der Diagnose einen Tumorbefall in Lymphknoten und/oder distanten Organen auf. Eine große Herausforderung für die heutigen Gesundheitssysteme weltweit ist die Schwierigkeit, Krebspatienten in einem frühen Stadium ohne Metastasierung mit größeren Heilungschancen zu erkennen“, erläutert Prof. Dr. Timo Gemoll, Kommissarischer Sektionsleiter der Sektion für Translationale Chirurgische Onkologie & Biomaterialbanken (STCOB) der Klinik für Chirurgie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck und der Uni Lübeck. Darüber hinaus wäre es wünschenswert, ein Therapieansprechen für betroffene Patienten vorherzusagen, um z.B. Aussagen über den Erfolg einer Chemotherapie oder einer Bestrahlung zu tätigen.

Mobiles Messgerät für späteren Vor-Ort-Einsatz

Der Nachweis der Marker wird auf dem für F&E zugelassenen „Reader 100“ von CAMPTON entwickelt. In der zweiten Projektphase wird ein projektspezifischer neuer Reader mit integrierten Reagenzien in der Cartridge entwickelt. Ziel ist es, die entwickelten Markerpanels zur Krebsfrüherkennung zu einem Schnelltest zu optimieren und später in einem neuen Readertyp als schnellen, leicht zu bedienenden Vor-Ort-Test, der später sogar im Home-Care-Bereich zur Therapiekontrolle eingesetzt werden könnte, zu kombinieren.

Innovation: Kombination der Biomarker auf dem Biochip

Eine weitere Innovation des Systems ist die einzigartige Kombination der zu untersuchenden Proteine auf dem Biochip. „Während der ersten Projektphase wird sich der Aufbau des Biochips auf Pankreas-, Darm- und Lungenkrebs fokussieren. Dazu werden eingesetzte (i) Marker in der Klinik für das Pankreas-, Darm- und Lungenkarzinome mit (ii) vielversprechenden Markern aus aktuellen klinischen Studien und (iii) Markern aus molekularbiologischen Vergleichsstudien ergänzt“, erklärt Prof. Dr. Gemoll.

Automatisierte Krebsfrüherkennung mit Einsatz von KI

„Vor diesem Hintergrund und einer bis 2040 prognostizierten Verdopplung der Krebserkrankungen bezieht sich das vorliegende Projekt auf die Entwicklung eines neuartigen Biochip-Arrays, der weltweit erstmals eine automatisierte Detektionsmethode in einem integrierten Kartuschen-System kombiniert, einen mobilen Einsatz auf Basis unseres Readers 100 erlauben wird und durch Einsatz von softwarebasierten und dank KI lernfähigen Auswertemethoden flexibel auf zukünftige Anforderungen anpassbar ist“, beschreibt Lars Blohm, Geschäftsführer und CTO von CAMPTON Diagnostics das gemeinsame Projekt.

„Neuartig ist, dass wir über einen KI-basierten Auswerteansatz der Rohdaten die Eliminierung von systematischen Messfehlern im „Reader 100“ System evaluieren werden“, beschreibt Kai Diercks, Geschäftsführer von soventec, den Beitrag seines Unternehmens im Projekt. Auffälligkeiten im Messablauf können für bestehende und zukünftige Assays erkannt werden. „Die KI-basierte Auswertung der Messergebnisse kann dann zusammen mit klinischen Parametern zu einer individualisierten Diagnostik und damit zu einer Optimierung des Reader 100 genutzt werden“, so Diercks weiter.

Der soventec Teil der Förderung wird anteilig auch aus EFRE-Mitteln mit 193.292,-Euro gefördert.

Die Projektpartner

https://www.campton-diagnostics.com

https://www.uni-luebeck.de/en

https://www.soventec.com

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