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Im Rahmen der Big-Data-Initiative der Bundesregierung ist soventec in dem BMBF-Projekt HUMIT (Human-zentrierte Unterstützung inkrementell-interaktiver Datenintegration am Beispiel von Hochdurchsatzprozessen in den Life Sciences) Projektpartner. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IME ScreeningPort Partner, Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT und dem DZNE (Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen) werden Konzepte und Systeme entwickelt, um neue Wirkstoffkandidaten für die pharmazeutische Industrie zu ermitteln. HUMIT ist bislang das einzige Big-Data-Projekt im Bereich der Life Sciences.

In der heutigen Wirkstoffforschung wird eine rasant und stetig weiter zunehmende Menge an Daten generiert, die bisher nicht genutzte Chancen für Wirkstoffkandidaten enthält. Ein Big-Data-Ansatz soll dabei helfen, die Vielzahl an heterogenen Datenquellen mit öffentlichen Referenzbibliotheken zu verknüpfen. Durch gezielte Datenreduktion strebt das Projektteam an, bisher unentdeckte "Hits" zu identifizieren. Es geht dabei auch darum, zwei große Potentiale zusammen zu bringen und optimal zu nutzen: enorme Rechnerleistung und menschliche Intuition. Daher sollen auch die Anwender der Big-Data-Systeme Bewertungen über Datenqualität oder Analysewege abgeben. Denn gerade der Mensch kann komplexe Zusammenhänge intuitiv besser beurteilen als Rechnersysteme und damit den Analyseprozess über teilweise selbstlernende Algorithmen unterstützen. Das übergeordnete Ziel von HUMIT: Wirkungen und Nebenwirkungen von Substanzen klarer erfassen, um dadurch komplexe Krankheiten besser behandeln zu können.